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Shared Decision Making

Klinische Relevanz

In den letzten Jahren hat sich, parallel zu den gesellschaftlichen Entwicklungen zu mehr Individualität und Eigenverantwortung, ein Wandel der Werte auch in den Heilberufen vollzogen. Während lange Zeit die Prinzipien des Wohltuns und Nichtschadens medizinisches Handeln bestimmten, rückt nun auch die Selbstbestimmung des Patienten in den Vordergrund. Im klinischen Alltag führt das insbesondere in Entscheidungssituationen mitunter zu Konflikten und schwierigen Situationen. Das Modell des Shared Decision Making als Gesprächsführungstechnik nimmt die Werte des Patienten in den Blick und ermöglicht eine gemeinsame Entscheidungsfindung.

Kontext

Diese Schulung zum Shared Decision Making wurde im Rahmen des Präp-Go Projektes durch das BeST der Charité entwickelt. Die Hürden einer Indikationsstellung zur in diesem Projekt durchgeführten Prähabilitation sollen dadurch abgebaut werden. Das Konzept richtet sich aber an alle in Heilberufen Tätigen, Shared Decision Making ist als Gesprächsführungstechnik in den unterschiedlichsten Settings und Bereichen anwendbar.

Lernkonzept

Das Konzept der Schulung ist zweiteilig: im eLearning wird in die theoretischen Grundsätze des Shared Decision Making eingeführt und ein Modell zu praktischen Umsetzung vorgestellt. Der Einsatz von Decision Aids wird erläutert. Wer möchte, kann sich in den vertiefenden Abschnitten auch über die theoretischen Hintergründe zu Selbstbestimmung und Gesprächsführung einlesen. In dem folgenden Simulationskurs werden im medizinischen Kontext alltägliche Gesprächssituationen mit hohem Fehlerpotential geschaffen, die abstrakte Konzepte greifbar machen und emotional verankern.

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